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Typografie im Webdesign



Eine Website besteht vor allem aus Inhalten, bei denen es sich in der Regel um Bildmaterial, Grafiken sowie Texte handelt. Um Texte gut leserlich- und passend zum Design darzustellen, bedient sich der Webdesigner an Schriftarten, die er mit Bedacht ausgewählt, zumal die Schrift einen bedeutenden Einfluss auf die Wahrnehmung einer Website hat.
Die Gestaltung einer Website ist dabei nicht nur limitiert auf Bilder und Farben, vor allem Wörter oder Buchstaben vermitteln die entscheidenden Informationen.
Ein Webdesigner setzt sich demnach neben der funktionalen, sowie strukturellen Gestaltung einer Internetseite auch mit der Darstellung von schriftlichen Informationen auseinander, also mit der Typografie.


Der Begriff Typografie

Der Begriff Typografie stammt aus dem Griechischen, Typos bedeutet Gestalt, Graphie beschreibt das Schreiben.
Typografie bezeichnete ursprünglich die Kunst des Druckens mit beweglichen Lettern (Typen), heutzutage versteht man darunter die Kunst und Lehre der Schrift. Dabei geht es um die funktionale, sowie optische Gestaltung einer Schrift und wie diese im Design von Druckerzeugnissen sowie in den digitalen Medien dargestellt, bzw. verwendet wird.



Eine gute Typografie im Web

Die gute Typografie im Web zeichnet sich durch eine gute Lesbarkeit aus, wodurch sich der Leser auf den Inhalt konzentrieren und diesen schnell aufnehmen kann. Außerdem hat die Typographie eine emotionale Wirkung, die bestimmt wie der Inhalt aufgenommen und verstanden wird.
Es handelt sich dabei um ein Handwerk, welches das Ziel verfolgt Sprache sichtbar zu machen.
Demnach muss sich ein guter Webdesigner intensiv mit der Gestaltung von schriftlichen Informationen auseinandersetzen und eine gut überlegte Wahl der Schriftart treffen.
Die Schriftart sollte sich dem Design, sowie dem Inhalt anpassen, sie sollte einheitlich sein und außerdem Wiedererkennungswert haben. Zudem muss ein großer Wert auf Schriftgröße, -farbe, -abstand und Zeilenlänge gelegt werden. Texte einer Website sollten so gestaltet sein, dass sie die Aufmerksamkeit an der richtigen Stelle erzeugen, wodurch auch Absätze, Aufzählungen und Überschriften eine bedeutende Rolle spielen.
Eine gute Typografie im Web beinhaltet serifenlose Schriftarten, zumal diese auf dem Bildschirm deutlich besser lesbar sind und für eine saubere Darstellung sorgen.


Serifenlose Schriften und Serifenschriften


Serifenschriften

Unter Serifen versteht man die häkchenartigen Erweiterungen am Buchstabenende.
In der Regel werden jene Schriftarten in Zeitungen, Büchern, Magazinen und Fließtexten verwendet, weil sie die Lesbarkeit von langen Texten positiv beeinflussen sollen.
Heutzutage werden klassische Serifenschriften – wie bspw. Garamond – als Old-Style bezeichnet, da sie alt, beständig, traditionell, antik oder literarisch wirken und daher vorwiegend ihren Einsatz in Printerzeugnissen finden. Die Auflösung von Schriften ist im Printbereich ist deutlich höher als jene eines normalen Displays und deswegen lassen sich Serifen im Druck gut darstellen.

Serifenlose Schriften

Wie es ihr Name schon vermuten lässt, besitzen serifenlose Schriften keine Serifen. Sie wirken modern, sauber und zeitgemäß, weswegen ihr Einsatz sehr vielseitig ist.
Besonders auf Webseiten, die meist nur kurze Texte beinhalten, sind serifenlose Schriften ein beliebtes Mittel, zumal Serifenschriften bei kleineren Schriftgrößen oftmals verpixelt dargestellt werden und somit nicht mehr gut lesbar sind.



Webfonts – Typografie für digitale Texte

Webfonts sind Schriftarten die sich für den Gebrauch im Web gut eignen und von Browsern wie bspw. Google Chrome, Microsoft Edge, Safari oder Firefox schriftnah interpretiert werden können.
Sie werden nicht aus der lokalen Schriftensammlung (Systemschriften) des Rechners- sondern von einem externen Webserver geladen.



Bezugsquellen von Webfonts

Webfonts gibt es seit dem Jahre 2009, wodurch diverse Anbieter ihre modernen, digitalen Schriftarten mit verschiedenen Lizenz-Modellen zur Verfügung stellen.

  • Der bekannteste Anbieter darunter ist mit Sicherheit Google.
    Google Fonts bietet über 500 unbegrenzt nutzbare Schriftarten, die dem Nutzer kostenlos zur Verfügung stehen.
  • Typekit bietet ebenfalls jede Menge qualitativ hochwertige Webfonts an. Es gehört zu Adobe und wird als Hostingdienst mit Abonnementmodell zur Verfügung gestellt.
  • fonts.com bietet über 20.000 kostenpflichtige Schriftschnitte an.
  • FontSquirrel ist wie Google Fonts ein Anbieter von kostenlosen Webfonts und stellt dem User über 800 Schriftarten zur Verfügung.


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  • suzannedenney

    11.04.2021, 03:25 Uhr

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